Disruptive Geschäftsmodelle - Chancen und Risiken für die deutsche und bayerische Wirtschaft

Online Event am Mittwoch, 8. Juli um 17:30 Uhr

Wo Geld investiert und verdient wird - heute und in der Zukunft
Dr. Christian Jasperneite
Chief Investment Officer, M.M.Warburg & CO

Impulse aus der Wissenschaft
Prof. Dr. Hanjo Allinger
Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt internationaler Ökonomik an der TH Deggendorf, INWISO - Institut für empirische Wirtschafts- und Sozialforschung, München

Moderation
Vinzent Ellissen
Vorstand des Jungen Wirtschaftsbeirates Bayern

Viele potenziell disruptive Technologien und Geschäftsmodelle stehen in den Startlöchern. Sie verändern Märkte und Gesellschaften - auch in Deutschland und Bayern. Im letzten Jahrhundert war Deutschland meist vorne mit dabei, vor allem getrieben durch den Maschinenbau und natürlich dem Automobil. Deutschland hatte in dieser Phase bezüglich disruptiver Impulse in etwa die Bedeutung, die die USA heute einnehmen. Was ist daraus geworden - hat Deutschland die Fähigkeit verloren, disruptive Unternehmen hervorzubringen? Welche Länder setzen die richtigen Rahmenbedingungen, um disruptive Firmen erfolgreich zu fördern? Welche Geschäftsmodelle sind global im Kommen und welche Branchen werden von diesen besonders betroffen sein.

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Takeaways

  1. Disruptionen passieren immer schneller und die Einschläge von Disruptionen auf Firmen und Gesellschaften werden heftiger.
  2. Disruption frühzeitig richtig zu erkennen ist für den langfristigen Erfolg entscheidend. Gerade die frühzeitige Erkennung ist jedoch schwierig - viele Experten haben sich hier schon getäuscht.
  3. Disruptionen sollten datengetrieben aus einer Menge von Expertenmeinungen und nicht über die Meinung Einzelner identifiziert werden (“Schwarmintelligenz” vs. “Anmaßung von Wissen”). Beispiel: Der “Disruptions-Score” bewertet unerwartete Veränderungen in den Prognosen von Bilanzkennzahlen, die kontinuierlich aus Analystenschätzungen für tausende Aktien herausgefiltert werden.
  4. Disruptionen sind oft zweischneidige Schwerter: auf einige Branchen haben sie positive Auswirkungen, während andere negativ betroffen sind.
  5. Viele 2nd und 3rd Tier disruptive Unternehmen sind aufgrund breiterer Diversifikation ggf. einigen wenigen 1st Tier Unternehmen langfristig überlegen. Sie bilden ggf. auch besser unseren heterogenen europäischen Binnenmarkt ab - im Gegensatz zu homogeneren Märkten in den USA, China oder Indien.
  6. Venture Capital in Deutschland sollte weiter ausgebaut werden, damit Unternehmen auch hier gute Wachstumsfinanzierungen erhalten, um Ihr Unternehmen zu Weltmarktstellung ausbauen zu können. Heute finden Wachstumsfinanzierungen überwiegend nicht in Deutschland statt.
  7. Ein Deutschlandfonds, der mit Co-Finanzierungen unterstützt, ist wünschenswert. Damit kann unserer risikoaversen Kultur mehr Mut geben werden, sich im Umgang mit Ungewissheiten zu üben. Rein politisch getriebene Investitionsentscheidungen gilt es zu vermeiden.
  8. Politische Entscheidungen sollten noch mehr wissenschaftlich untermauert und kontinuierlich, wenn möglich datengetrieben überprüft werden. Nicht die öffentliche Wahrnehmung wirtschaftspolitischer Maßnahmen, sondern ihre Wirkung sollte im Vordergrund stehen.
  9. Exzellente Ausbildung ist zentraler Baustein um Disruption zu ermöglichen - sowohl in der Schule als auch der Spitzenbildung.
  10. Deutschland ist aktuell auf Platz 15 (Auswertung der Referenten) von 40 ausgewerteten Ländern - an einer Verbesserung sollten wir arbeiten. “iPhone Momente” lassen sich systematisch über die Identifikation und den Umgang mit Disruptionen reduzieren. Die Gefahr besteht, dass Deutschland den Zug auch in Zukunft öfter “von hinten sieht”.

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